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Was ist dran am Hachette-Modell?

Heft 1 der Hachette-Reihe Seit 2003 gibt es in Deutschland nun auch ein Titanic-Modell für jedermann. Nachdem die Zeitschriftenreihe "Build the Titanic" bereits in England für den Nachbau hunderte Modelle sorgte, soll dies nun auch in Deutschland möglich sein.
Geködert wurden viele potentiell Interessierte durch den Preis von nur 1,00 EUR und die Aufmachung des Heftes sowie Fernsehwerbung. Auch ich habe mir das Heft 1 besorgt und mir die Unterlagen angeschaut.

Hier mein Fazit:

Kosten:
Es wird kein Blatt vor den Mund genommen und dem Kunden gleich zu Anfang mitgeteilt, dass für den Gesamtbau des Modelles 100 Hefte im Laufe von ungefähr zwei Jahren erworben werden müssen, um das Modell bauen zu können. Das ist zunächst gut, denn jeder weiß, worauf er sich sowohl zeitmäßig, als auch finanziell einlässt. Beim Preis von einem Euro pro Heft wird es nicht bleiben, die Folgehefte kosten knapp unter 6 EUR.
Das gesamte Modell kostet also letztlich mehr als 600 EUR! Das sollte sich jeder bewusst machen!


Qualität:

Wenn man den Maßstab 1:250 betrachtet, wird man feststellen, dass viele Details nicht in der Qualität dargestellt werden können, die eigentlich verlangt werden sollte. Auf den großen Abbildungen sieht man schon einige Schwächen des Modells: die Relings sind viel zu stark, gleiches trifft auf Tauwerk, Rohre und Davids zu. Fenster und Türen sind als Papiervordrucke beigelegt - teure Ätzteile können dazugekauft werden.
Viele mögen sich ja mit diesen Unzulänglichkeiten abfinden und zufriedengeben - mein Ding ist das nicht.

Bauanforderungen

Man sollte nicht denken, dass bei vorgestanzten Teilen fast keine Fertigkeiten an den Modellbauer gestellt werden. Auch beim Zusammenleimen, Ausschneiden und Bemalen dieses Modelles muss man einige Grundfertigkeiten aufweisen, die über den Hausgebrauch hinausgehen. Geduld ist gefragt. Man braucht sicher keine großen Maschinen und Geräte, aber zugleich Fantasie und ein Mitdenken über den Bauplan hinaus.

Hilfestellung

Wer sich dennoch entschließt, diesen Weg zu bestreiten, um sein Titanic-Modell zu bauen, der kann auf jeden Fall davon profitieren, dass es viele und auch zeitgleich ebenso machen. Die Erfahrungen sollte man nutzen, vielleicht nicht immer gleich die Teile aus der Zeitschrift reißen und losbauen, sondern erst einmal nachschauen, wie die anderen es gemacht haben. Dafür gibt es im Internet z.B. Hilfe und Foren unter den folgenden Adressen:

www.baue-die-titanic.de
www.buildthetitanic.co.uk



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