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Erfahren Sie im Baubericht, wie die Modelle entstanden!

   WELCHES MODELL SOLL ES SEIN?

Bei mir häuften sich gerade in den ersten Monaten nach dem Titanic-Film von James Cameron die Anfragen, in denen verschiedene Personen von mir ein Modell in unterschiedlichsten Maßstäben gebaut haben wollten. Ich lehnte hier allerdings ab, denn für mich ist der Modellbau Hobby und nicht kommerzielles Mittel.
Trotzdem muss ich zugeben, dass ich nicht so nebenbei gerade die TITANIC baute. Ich bin schon ein echter Fan. Erwischt hat es mich eigentlich vor über 30 Jahren, als mein Vater mir oft über dieses Schiff erzählt hat. Ich glaube, mit vierzehn Jahren habe ich dann aus einem Buch eine gute Seitenansicht der TITANIC bekommen und anhand dieses Dokumentes das Schiff nachgebaut. Es war natürlich lächerlich, was aus heutiger Sicht dabei herauskam.
Da ich keine Unterwasseraufnahme hatte, verpasste ich dem Schiff einfach einen runden Rumpf mit einem Kiel. Lange Zeit ruhten meine Aktivitäten, denn zu DDR-Zeiten war es schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, an entsprechende Literatur heran zu kommen. Mit der Wende änderte sich das und ich besorgte mir diverse deutsch- und englischsprachige Bücher. In einem Nachdruck des "Shipbuilder" aus dem Jahre 1911 fand ich dann auch Pläne sämtlicher Decks des Schiffes und das Modellbaufieber entfachte sich wieder.
In welcher Größe baue ich nun das Modell, fragte ich mich? Das wird auch die Urfrage sein, die sich jeder stellt, der das Schiff nachbauen will und sich dabei nicht mit einem handelsüblichen Bausatz zufrieden gibt. Vieles sprach für den Maßstab 1:200. Es würde ein handliches Modell entstehen, mit ca. 1,35 Meter gut im Auto unterzubringen, allein ins Wasser zu setzen und das trotzdem genug Stauraum für Fernsteuerung und Zubehör bietet. Allerdings kamen mir bei diesem Maßstab die Details zu kurz und ein gutes Modell lebt ganz einfach von den Kleinigkeiten. So beschloss ich, das Schiff im Maßstab 1:100 zu bauen. Dabei war ich mir schon darüber im Klaren, dass mit einer Länge von 2,69 Metern, einem Gewicht von über 50 kg mehrere Probleme auf mich warten würden. Womit später transportieren, immer mindestens einen zweiten Mann (Frau) dabei haben, die anfassen würden, eine sehr große Vitrine muss schließlich her, denn der Staub ist beim TITANIC-Modell ein noch größerer Feind, als ein vermeintlicher Eisberg...
Ehrlich gesagt, wäre mir der Maßstab 1:50 der Liebste, doch dann lässt sich das Modell wirklich nicht mehr bewegen. Also musste ich mit der kleineren und doch schon recht großen Variante vorlieb nehmen.

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