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DIE WÜHLKISTE GEHÖRT DAZU
Poller, Klüsen, Wellenbrecher, Ankerwinden und Oberlichter kann man relativ einfach selbst bauen, denn passend gibt es im Fachhandel nichts. Dazu - und das zeigt sich vor allem an den Aufbauten - braucht man eine große Kiste mit sehr viel Krimskrams. Modellbauer schmeißen fast nichts weg und haben das auch selten bereut!
Die Poller entstanden beispielsweise aus dem Ende eines Pinwandstiftes mit einem Unterteil aus 0,8 mm Kunststoff, in das an allen Ecken und bei den Doppelpollern auch dazwischen in gebohrte 0,5 mm-Löcher die Köpfe von Stecknadeln gesteckt wurden. Das diente der Nietenimitation. Oben dann noch jeweils eine 2mm-Glasperle (flache Form) aus dem Schneiderladen (übrigens eine Goldgrube für Bastler!) aufgeleimt und dort wiederum einen Stecknadelkopf hineingesteckt und schon sind die Poller fertig. Hier lohnt sich Serienarbeit und für vielleicht zwei Euro hat man sämtliche Poller angefertigt. Nach der Farbgebung sind sie von gekauften Gussteilen nicht mehr zu unterscheiden. Bis auf die Tatsache natürlich, dass unsere Poller mehr Details aufweisen und in der Größe genau stimmen.
Lassen Sie mich noch einem Moment bei den Kränen verweilen, die für das Gesamterscheinungsbild der TITANIC so markant sind. Die Unterteile bestehen aus Abflussrohr, welches abgelängt und oben verschlossen wurde. Dann sägt man die eigentlichen Krankörper aus ABS oder Sperrholz aus, gibt ihnen kleine Installationskästen wie im Original und versieht das Ganze nach unten mit einer doppelten Unterlegscheibe. Darauf kann der Handlauf angebracht werden. Der Ausleger ist am Besten zu löten. Verschiedene Blechstärken, gepaart mit Messingprofilen und Rundstäben ergeben ein sehr genaues Bild.
Wer wie ich mit dem Lötkolben auf Kriegsfuß steht, der kann auch guten Kleber verwenden, wenn er die Kräne später nicht unbedingt bewegen will. Nach dem Lackieren und dem Anbringen der Drahtseile zum Bewegen des Auslegers ist der Kran auch schon fertig. Auch hier kann man in Serie arbeiten, muss aber wesentlich mehr Zeit investieren, als bei den Pollern, denn die Kräne sind filigraner. Außerdem ist zu beachten, dass es verschiedene Arten von Ladekränen an Bord gab.
Bei meinem Modell ist das gesamte Mittelteil im Bereich zwischen B- und C-Deck abnehmbar. Das hat den Vorteil, dass man leicht ins Innere des Schiffes kommt. Das Teil hat aber auch eine ganz schöne Länge, so dass man schon mit dem Furnier in Bedrängnis gerät, weil die Enden vielleicht nicht so lang sind. Da helfen aber die vordere und hintere Dehnungsfuge, an der man stückeln kann und die man danach farbig oder mit einem dünnen Klebeband darstellt. Gerade das Promenadendeck hat sehr viele Aufbauten, die man schon komplex beim Aufzeichnen des Furniers beachten muss. Das beginnt bei der Kommandobrücke und endet beim Eingang zweiter Klasse mit dem Fahrstuhlaufbau. Auch die erhöhten Salons des B-Decks, die bis über das A-Deck reichen, müssen berücksichtigt werden.
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